Weihnachten auf Baltrum – oder: Wenn sogar die Gedanken langsamer werden
Dieses Jahr verbringe ich Weihnachten auf Baltrum. Einem dieser Orte, die gern als Sandhaufen bezeichnet werden – was unfair ist, aber irgendwie auch liebevoll. Einer der schönsten Sandhaufen, die die Nordsee zu bieten hat. Und vor allem: einer, der weiß, wie man runterfährt. Baltrum ist autofrei. Was erstmal nach Verzicht klingt, entpuppt sich sehr schnell als Geschenk. Keine Motorengeräusche, kein „Ich müsste noch schnell…“, kein Parkplatzstress. Man kommt an und merkt: Hier wird nichts beschleunigt. Nicht der Verkehr. Nicht der Alltag. Und irgendwann auch nicht mehr die eigenen Gedanken. Weihnachten auf der Insel fühlt sich anders an als auf dem Festland. Es ist weihnachtlich geschmückt, ja. Aber nicht so in your face . Keine blinkenden Rentiere, keine Lichterketten mit epileptischem Potenzial. Stattdessen: ein paar Lichter, ein paar Tannen, genug, um zu sagen Ja, wir wissen, dass Weihnachten ist , ohne es jedem permanent ins Ohr zu schreien. Die Gemeinde ist ...